Besuchsdienst

„Lass andere Kirchen bauen, die Wände mit Marmor bekleiden, massige Säulen herbeischleppen, deren Kapitäle nichts von ihrem kostbaren Schmuck wissen, vergolden! … Ich will dies gewiss nicht tadeln und missbilligen. Jeder mag nach seinem Ermessen Gutes tun. Dies ist immerhin noch besser als auf angehäuften Schätzen zu ruhen. Aber dir sei ein anderes Ziel gesetzt: Christus in den Armen zu bekleiden, in den durch Krankheit Ermatteten zu besuchen, in den Hungernden zu ernähren, in denen, die eines Obdachs bedürfen, aufzunehmen, insbesondere dann, wenn es sich um Glaubensgenossen handelt“.
                                    Hieronymus, Kirchenvater, 347 bis 420

Da sich das „Sakrament des Altares“ nicht trennen lässt vom „Sakrament des Bruders“
(Johannes Chrystomos) hat der Besuchsdienst eine herausgehobene Bedeutung für unser Gemeindeleben.
Wir besuchen
- unsere kranken und alten Gemeindemitglieder, wenn sie nicht mehr zum Gottesdienst kommen können und sie dies wünschen
- neu zugezogene Gemeindemitglieder
- Gemeindemitglieder ab 70 anlässlich eines „runden“ Geburtstages und ab 90 anlässlich jedes Geburtstages
- gehen regelmäßig zu Gottesdiensten, Krankenkommunion oder zu Besuchen in die Seniorenresidenz (Dobel) und das Parkwohnstift (Bad Herrenalb)

. . . an anderen Orten

„Oft sind wir der Versuchung anheim gefallen zu meinen, der engagierte Laie sei jener, der in den Werken der Kirche und/oder in der Pfarrgemeinde oder der Diözese tätig ist. Und wir haben wenig darüber nachgedacht, wie man einen Getauften in seinem öffentlichen Leben und täglichen Leben begleiten kann; wie er sich in seinem täglichen Dasein mit den Verantwortungen, die er trägt, als Christ im öffentlichen Leben einsetzt. Wir haben, ohne uns dessen bewusst zu sein, eine Elite von Laien hervorgebracht, in dem Glauben, dass nur jene engagierte Laien sind, die mit den Dingen der Priester befasst sind ...“ (Papst Franziskus an Kardinal Quellet im März 2016)

Im Sinne dieser Aussage von Papst Franziskus sind Gemeindemitglieder tätig in den örtlichen Asylarbeitskreisen oder im Hospizdienst und bringen ihre dort gemachten Erfahrungen in das Gemeindeleben ein.