15. August: Hochfest der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel

Gottesdienst mit Kräuterweihe

Im Volksmund heißt dieses Fest auch Mariä Himmelfahrt.
Nachdem er alle Bischöfe um ihr Votum befragt hatte, verkündete Pius XII am 1.11.1950 das Dogma. Danach gehört es zum Glauben der Kirche, dass Maria "nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes mit Leib und Seele zur himmlischen Herrlichkeit Herrlichkeit aufgenommen worden ist". Das Dogma ist ein Lobpreis Marias, die zeitlebens eng mit Jesus, ihrem Sohn, verbunden war, die "bei Gott Gnade gefunden" hat (Lk 1,30) und die selig ist, weil sie geglaubt hat (Lk 1,45). Dem Fest zugrunde liegt die zentrale christliche Hoffnung auf Auferstehung: Im Tod empfängt uns Gott, wie er Maria empfangen hat.
Seit dem 10. Jahrhundert werden in den Gottesdiensten am Fest Mariä Himmelfahrt Kräuter geweiht. Die gesammelten Kräuter dienten als Medizin für Mensch und Tier. Durch die Kräuter wird darüber hinaus Gottes gute Schöpfung in der Liturgie gegenwärtig.